20 Jahre nach dem Pogrom von Rostock-Lichtenhagen!

Wir, Basta! – Linke Jugend sind zusammen mit den andern antifaschistischen Gruppen aus Lübeck nach Rostock-Lichtenhagen gefahren.
Wir haben uns gemeinsam mit den Genossen_innen aus Hamburg und Kiel auf den Neun Markt begeben und dort an der Kundgebung „Das Problem heißt Rassismus“ teilgenommen. Nachmittags ging es mit der S-Bahn nach Lütten-Klein, wo mehrere Redebeiträge gehalten wurden, bevor sich der Demonstrationszug mit einigen Zwischenkundgebungen in Richtung Rostock-Lichtenhagen zum Sonnenblumenhaus lautstark in Bewegung setzte.
Die Demonstration verlief größtenteils friedlich, sowohl von Seiten der Bullen, als auch von Seiten der Teilnehmer aus. Trotz des Großaufgebots der Bullen hielten diese sich im Hintergrund auf.
Die Bewohner_innen Lichtenhagens störten sich augenscheinlich an der Demonstration und beobachteten diese überwiegend von ihren Balkonen aus. Trotz der Anschläge vor 20 Jahren ist es sehr beliebt, seine Nationalität in Form von Nationaltrikots und Fahnen mit Stolz zu präsentieren.
Insgesamt fanden wir die Demonstration angemessen.
Trotz dessen zeigte sich, dass die deutsche Staatsmacht immer noch Rassismus in sich trägt, wie sich an dem Beispiel des deutsch-afrikanischen Freundeskreises Daraja e. V. zeigt. Dessen Mitgliedern wurde, obwohl sie eine vom Oberbürgermeister unterzeichnete Einladung besaßen der Zutritt zur Veranstaltung, an der auch Gauck teilnahm, verwehrt. Dies geschah augenscheinlich allein aufgrund ihrer Hautfarbe. (Video unter dem Text)

Basta! – Linke Jugend